Anthroposophische Bildung im Sozialwesen

Praxis - Kunst - Theorie, Dialog, Selbstentwicklung, Vernetzung

Unser Leitbild

„Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnis des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen.” (Rudolf Steiner)

Bildung für Individualität, Inklusion, Anthroposophie, Dialog - Unser Leitbild!

Das Rudolf-Steiner-Seminar für Heilpädagogik Bad Boll möchte im Rahmen eines fachwissenschaftlichen Diskurses einen Beitrag zur Vermittlung und Vertiefung der anthroposophischen Heilpädagogik in Ausbildung und Fortbildung leisten. Als ethische Grundlage unserer Arbeit verstehen wir die Achtung vor der intakten geistigen Individualität jedes einzelnen Menschen und seinem Anspruch auf Teilhabe am sozialen Leben. In diesem Sinne plädieren wir für eine inklusive Gesellschaft, die individuelle Bedingtheiten, wie sie jeder Mensch mit sich trägt, als Quelle kultureller Bereicherung wert schätzt. Wir möchten aber auch betonen, dass das reale Leiden, das eine Behinderung für die Betroffenen und ihre Bezugspersonen mit sich bringen kann, durch diesen Diskurs nicht beschönigt werden darf und dass Menschen mit Behinderungen einen Anspruch auf intensive Förderung haben, um ihre Schicksalsintention in einer inklusiven Gesellschaft leben zu können.

Leitmotive der Ausbildung im Rudolf-Steiner-Seminar sind:

  • Verbindung des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstandes mit den menschenkundlichen Konzepten der anthroposophischen Heilpädagogik
  • Dialog mit den Studierenden auf der Suche nach deren authentischem Entwicklungsweg.
  • Eigenständige Kompetenzentwicklung der Studierenden durch die Vermittlung von Kenntnissen  für die verschiedenen Arbeitsgebiete und Berufsfelder anzuregen.
  • DozentInnen im Sinne einer zeitgemäßen Erwachsenenbildung als Ausbildungsbegleiter mit der Bereitschaft zur Selbstentwicklung zu verstehen

Internationale Zusammenarbeit - Voneinander lernen, gemeinsam weiterentwickeln, weltweit vernetzen!

In seiner Zielsetzung versteht sich das Rudolf-Steiner-Seminar als Teil der weltweiten anthroposophisch-heilpädagogischen Bewegung im Rahmen des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in Dornach/Schweiz und arbeitet in den Gremien dieses Netzwerkes mit. Ebenso pflegt und schätzt es den Austausch und die Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen anderer Träger und den entsprechenden Gremien.

Zur Weiterentwicklung der Ausbildungsinhalte und Methoden der anthroposophischen Heilpädagogik hat das Rudolf-Steiner-Seminar Bad Boll im internationalen Kontext als Partner an zwei europäischen Projekten im Rahmen des Leonardokonzeptes mitgearbeitet. Das erste Projekt in den Jahren 1997 bis 2000 widmete sich der Erstellung eines inzwischen in mehrere europäische Sprachen übersetzten Ausbildungshandbuches. Eine internationale Arbeitsgruppe hat hier im ständigen Austausch mit den etwa 50 europäischen Ausbildungsstätten für anthroposophische Heilpädagogik  deren Arbeitsfelder, Inhalte, Methoden, Begleitungsmodi und Entwicklungsanliegen grundlegend formuliert und in einem exemplarischen Teil mit vielen Praxisbeispielen belegt. 2005 bis 2007 befasste sich das nächste Projekt CESTE – NET mit der Ausarbeitung der Trialen Ausbildungsmethode. Diese bezieht sich auf die Frage, wie die vielfältigen Möglichkeiten des künstlerischen Übens und Erlebens als gleichberechtigte dritte Säule neben Praxis und Wissenschaft methodisch in die Ausbildung einbezogen werden können.

Auch heute sind wir aktiv im Internationalen Ausbildungskreis des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development. Aktuell arbeitet unsere Schulleiterin Annette Pichler als Sprecherin des Ausbildungskreises an  der Entwicklung eines weltweiten Netzwerkes mit, um Ausbildungsmöglichkeiten für Ausbilder in diesem Bereich zu erschließen. Dieses Projekt soll in den Jahren 2020-2024 umgesetzt werden.

Träger: Karl-Schubert-Gemeinschaft e.V. - Weitere Infos unter www.ksg-ev.eu