Anthroposophische Bildung im Sozialwesen

Start neuer Kurs Herbst 2022

Sie können Ihren Platz bereits reservieren:

info-rss@ksg-ev.eu

VOM RISIKO ZUR RESILIENZ

Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Doppeldiagnose

 

Menschen mit Assistenzbedarf zu begleiten, die gleichzeitig auch eine psychische Erkrankung entwickeln oder entwickelt haben, ist eine große Herausforderung. Häufig ist es schwierig, überhaupt festzustellen, dass neben einer kognitiven Beeinträchtigung auch eine psychische Störung vorliegt, oder dass ein Kind mit einer seelischen Behinderung auch eine kognitive Beeinträchtigung hat.

Die professionelle Begleitung erfordert fachliche Kompetenzen und besondere Beziehungsfähigkeiten. Ein neues offenes Fortbildungskonzept im anthroposophischen Sozialwesen will Fachkräfte entsprechend sensibilisieren und qualifizieren.

 

 

Zielgruppe und Zielsetzung

Zielgruppe sind pädagogische, pflegerische und therapeutische Fachkräfte,die mit Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen mit erschwerten Lebensläufen und Diagnosen arbeiten.

Kolleg*innen, die in diesem Arbeitsfeld arbeiten, müssen Wissen, Erkenntnisse und Handlungsmöglichkeiten erwerben, damit diese Herausforderungen sie nicht überfordern, sondern sie adäquate Begleitungssituationen schaffen können: Für alle Beteiligten individuelle Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeitserleben stärken, neue Handlungsmöglichkeiten schaffen und Retraumatisierung vermeiden

Leistungsnachweis

Innerhalb des Kurses wird vereinbart, in welcher Form eine schriftliche Leistung zu erbringen ist (z.B. eine Wahrnehmungsarbeit oder eine strukturelle Analyse der Bedingungen innerhalb einer Einrichtung). Eine Zertifizierung findet über den jeweiligen Bildungsträger statt. Die Fortbildungsreihe umfasst acht Module. Sie wird vor Ort von zwei erfahrenen Dozent*nnen kontinuierlich begleitet. Diese führen die Fallarbeit durch und sind Ansprechpartner*innen. Für spezielle Themen werden zusätzlich weitere Expert*innen eingeladen.

TeilnehmerInnenzahl je Kurs: 12-15.

Überblick über die Module

Die Fortbildung besteht aus 8 Modulen zu je 3-4 Tagen und hat insgesamt 250 Unterrrichtseinheiten.

Modul 1: Grundlagen I
Erklärungsmodelle/Menschenbild, Entwicklung, Risiko-/Schutzfaktoren
Beeinträchtigung, Barriere und individuelle Entwicklung
Einführung Fallarbeit (Wahrnehmung, Dynamische Urteilsbildung)

Modul 2: Grundlagen II
Bindung, Bindungsstörungen
Beziehungsdynamik und Psychohygiene
Einführung der Methode der regionalen Intervisionsgruppen

Modul 3
Grundformen der Angst
Angst und Angststörungen
Zwangsstörungen

Modul 4
Trauma und PTBS

Modul 5
Affektive Störungen
Schizophrenie und Psychosen
Umgang mit Medikamenten

Modul 6
De-Eskalation bei Aggression und Gewalt

Modul 7
Teamkultur und Konfliktlösung

Modul 8
Therapeutische Haltung und Sozialer Organismus
Aufbau tragender Strukturen

Teilnahmegebühr

2.500,- Euro inkl. Kursverpflegung
Anmeldung schriftlich, per Fax oder Mail.

 

Anmeldeformular

Träger: Karl-Schubert-Gemeinschaft e.V. - Weitere Infos unter www.ksg-ev.eu