Anthroposophische Bildung im Sozialwesen

Literatur zum Thema

A. Zajonc: Meditation als Erkenntnisweg

... und viele weitere Bücher zu diesen und anderen Themen bei uns in der Bibliothek!

Schulungsweg: Individuelle Erkenntnis und Entwicklung im Prozess

„Denn darauf kommt es an, dass man es in seiner Macht hat, sich herauszureißen aus der einen Welt und sich hineinzufinden in die andere Welt. Und das ist überhaupt der Anfang alles Aufrufens innerer Kräfte." (Rudolf Steiner)

"Jede Meditation wird dadurch beeinträchtigt, dass man von der Verpflichtung ausgeht, sie machen zu  müssen." (Rudolf Steiner, GA 316).

Meditation an sich kann daher nicht Bestandteil einer Ausbildung sein. Dennoch ermöglicht die Weiterbildung zum Heilpädagogen im Rudolf-Steiner-Seminar vertiefte Einblicke in Wesen und Inhalte des anthroposophischen Schulungswegs und bietet die Gelegenheit zum Austauschen persönlicher Erfahrungen mit Aspekten des Schulungsweges.

Wahrnehmungsschulung

Die anthroposophische Schulungsweg zeichnet sich dadurch aus, dass die Beziehung zum Geistigen insbesondere auch durch eine feine Wahrnehmung der physischen Welt entwickelt wird.

Wahrnehmungsschulung gehört unabhängig davon ohnehin zum Handwerkszeug jedes Heilpädagogen. Beobachtungsübungen in der Natur, im Zwischenmenschlichen und im eigenen Seelenraum stellen daher ein zentrales Element unserer Weiterbildung dar.

Nebenübungen

Die sogenannten Nebenübungen dienen der Strukturierung des Gedankens-, Willens- und Gefühlslebens. Sie sind ein notwendiger Bestandteil des anthroposophischen Schulungswegs, können aber auch der Berufshygiene in sozialen Berufen dienen. 

In der Weiterbildung zum Heilpädagogen im Rudolf-Steiner-Seminar lernen die Seminaristen die Übungen kennen. Es bleibt ihnen jedoch selbst überlassen, die Übungen in der von Steiner angeregten konsequenten Form aufzunehmen oder nicht. Bei Interesse wird ein Austausch über persönliche Erfahrungen beim Umgang mit den Nebenübungen ermöglicht, an dem auch Dozenten teilnehmen.

Rückschau

Die Rückschau auf gewisse Zeitabläufe oder Ereignisse hat Rudolf Steiner immer wieder angeregt. Dabei geht es zum einen darum, a-chronologisch, also in umgekehrter Abfolge, auf gewisse Ereignisse, z.B. einen Tag oder ein Jahr, zu blicken, zum anderen darum, sich selbst rückblickend wie von außen zu betrachten.

Auch hier bleibt unseren Seminaristen selbst überlassen, die Übungen in der von Steiner angeregten konsequenten Form aufzunehmen oder nicht. Bei Interesse wird ein Austausch über persönliche Erfahrungen beim Umgang mit der Rückschau ermöglicht, an dem auch Dozenten teilnehmen.

Reflektion auf das eigene Handeln ist wiederum auch unabhängig vom anthroposophischen Schulungsweg ein integraler Bestandteil in sozialen Berufen. Diese Reflektion wird in unserer Weiterbildung auf vielfältige Weise (Teamdialog, Facharbeit, Rollenspiele) angeregt.

Meditation

Über die anthroposophische Meditation gibt es neben den Originalwerken von Steiner mittlerweile eine Reihe interessanter Bücher (siehe Kasten rechts). Hier seien nur zwei besonders prägnante Zitate vorgestellt:

"Jeder Mensch trägt neben seinem Alltagsmenschen in seinem Innern noch einen höheren Menschen. Dieser höhere Mensch bleibt so lange verborgen, bis er geweckt wird. Und jeder kann diesen höheren Menschen nur selbst in sich erwecken." (Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten, GA 10, S. 32).

"Wenn der Mensch einmal beginnt, Meditationen zu machen, so vollzieht er damit die einzige wirklich völlig freie Handlung in diesem menschlichen Leben. Wir haben in uns immer die Tendenz zur Freiheit ... Wenn wir uns aber vornehmen, abends und morgens eine Meditation zu machen, damit wir allmählich lernen, in die übersinnliche Welt hineinzuschauen, dann können wir das jeden Tag tun oder lassen. Nichts steht dem entgegen ... Wir sind darin völlig frei." (Rudolf Steiner, Das Geheimnis der Trinität, GA 214, Vortrag vom 20.08.1922)

Hier geht es zur Meditationsinitiative des Goetheanums!

Bei uns in der Bibliothek zu diesem Thema:

Rudy Vandercruysse:

Ich und mehr als Ich

H. Zimmermann & R. Schmidt

Meditation

R. Steiner: 

Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?

J. van de Weg:

Geistesgegenwart

A. Zajonc:

Meditation als Erkenntnisweg

R. Steiner:   

Rückschau

R. Steiner: 

Nebenübungen

H. Köhler: 

Vom Rätsel der Angst

Und viel, viel mehr ...

Träger: Karl-Schubert-Gemeinschaft e.V. - Weitere Infos unter www.ksg-ev.eu