Das wird sehr gut im Steckbrief der Arbeitsagentur erklärt:
"Arbeitserzieher/innen betreuen Menschen mit und ohne Behinderungen und fördern sie mit arbeitstechnischen und -therapeutischen Methoden, um ihnen den Einstieg in ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu erleichtern. Sie beurteilen die Fähigkeiten, Begabungen und Kenntnisse der ihnen anvertrauten Personen und schätzen die Anforderungen und Belastungen eines Arbeitsplatzes ein. Auf dieser Grundlage wählen sie zusammen mit den Betroffenen geeignete Aufgaben aus. Dabei dokumentieren Arbeitserzieher/innen die Maßnahmen und verfassen Entwicklungsberichte, stellen Förderpläne zusammen und setzen diese um. Sie leiten die betreuten Personen bei Tätigkeiten und Arbeitstechniken an, z.B. in handwerklichen oder industriellen Fertigungsmethoden, gestalten Arbeitsplätze und überwachen die Ausführung der Arbeiten.
Darüber hinaus fördern sie das Arbeits- und Sozialverhalten der Betroffenen und unterstützen diese bei persönlichen Problemen am Arbeitsplatz oder bei Konflikten in der Gruppe. Auf diese Weise sollen die betreuten Personen Tätigkeiten einüben, die der Lebens- und Arbeitswirklichkeit entsprechen, sowie Eigenschaften - wie Sorgfalt, Ausdauer, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Zielstrebigkeit - erwerben, um den späteren Arbeitsalltag bewältigen zu können. Arbeitserzieher/innen halten den Kontakt sowohl zu den Familien als auch zum sozialen Umfeld der Betreuten und wirken an arbeitsbegleitenden Aktivitäten mit."
Wenn Sie Offenheit, Freude, Vorurteilslosigkeit und Interesse an der Begegnung mit anderen Menschen haben und den Willen mitbringen ...
... dann gibt es für Sie im Rudolf-Steiner-Seminar die Ausbildung staatlich anerkannte Arbeitserzieher*in, die Sie befähigt, diesen Berufsalltag und seine vielfältigen Anforderungen fachlich fundiert, kreativ und persönlichkeitsbezogen zu gestalten.
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Übrigens: Unsere Berufsfachschule Arbeitserziehung wurde 2012 im Karl-Schubert-Seminar gegründet und ist seit 2021 im Rudolf-Steiner-Seminar zu Hause.
Die Ausbildung vermittelt eine differenzierte und staatlich anerkannte Qualifikation in Praxis und Theorie. Grundlage unserer Arbeit ist unser anthroposophisch geprägtes Menschenbild und unser offenes Interesse an dieser unserer Welt.
Ganz im Sinne der individuellen und ganzheitlichen Erkenntnisprozesse und Lernwege, die wir gemeinsam mit den Seminarist*innen im Verlaufe ihrer Ausbildung hier gestalten, sollen die künstlerische Unterrichte und unsere dialogische Grundhaltung den Weg von den theoretischen Fächern zum praktischen Tun eröffnen und lebendig erhalten.
Das bedeutet:
Übrigens: Wir arbeiten mit der trialen Methode - mehr dazu weiter unten auf der Seite!
Beginn der Ausbildung ist jeweils der 1. September!
Die Ausbildung dauert 3 Jahre, der Unterricht findet in Form von 10 Blockwochen pro Jahr statt.
Staatlich anerkannte Arbeitserzieher*in
Schulgeld übernimmt i.d.R. die jeweilige Praxiseinrichtung (159,00 € / Monat)
Wenn Sie bei uns Seminarist*in sind, erhalten Sie i.d.R. ein Ausbildungsentgelt von der Praxiseinrichtung
Für Menschen, die eine weitere Anreise haben, bieten wir während der Unterrichtswochen eine günstige Übernachtungsmöglichkeit an.
Die Ausbildung ist auf der Grundlage der trialen Methode strukturiert. Dies bedeutet, dass sie Fachtheorie, Fachpraxis und künstlerischen Unterricht beinhaltet. Die drei Bereiche greifen so ineinander, dass Ihr individueller Lernprozess angeregt wird und Sie Ihre eigene Persönlichkeit und die für das Berufsfeld nötigen Föhigkeiten gleichzeitig entwickeln. Da kann Ausbildung wirklich Freude machen!
Die fachtheoretischen Ausbildungsinhalte werden durch Seminarunterrichte, Gruppen- und Projektarbeiten, sowie durch Blockkurse vermittelt. Der Unterricht wird in folgenden Lernbereichen erteilt:
Arbeitstherapie - Arbeitserziehung - Pädagogik - Psychologie/Soziologie -
Psychopathologie - Rechtskunde - Didaktik - Berufskunde - Gesundheits- und Krankheitslehre - Ethik - Politik
Papier! Holz! Metall! Wachs! Wolle! ... Spannend, erfahrungsreich, wunderschön!
Die fachpraktische Ausbildung erfolgt u.a. in folgenden Arbeitsfeldern:
Wenn Sie bei uns in der Ausbildung sind, dann werden Sie in die einzelnen, thematisch gegliederten Aufgabenfelder des Arbeitsbereichs eingeführt.
Sie werden dazu befähigt, sich selbstständig und verantwortungsvoll in die soziale Gemeinschaft der jeweiligen Einrichtung und ihres weiteren Umfeldes zu stellen.
Durch Fremdpraktika lernen Sie weitere sozial-therapeutische Einrichtungen kennen!
Sich auf künstlerische Prozesse einzulassen intensiviert das Wahrnehmungsvermögen, regt Entwicklungsprozesse an, stärkt die Fähigkeit, Zusammenhänge lebendig und bildhaft zu erfassen und befähigt das kreative Handeln in den verschiedensten Situationen des Berufsalltags.
Der künstlerische Unterricht soll einen Weg zur Selbsterfahrung und Selbsterziehung ermöglichen, darüber hinaus wird ein Einblick in die künstlerischen Therapien vermittelt. Ergänzt wird der künstlerische Unterricht durch entwicklungsgeschichtliche Betrachtungen.
Künstlerischer Unterricht wird in folgenden Fächern erteilt: Bildende Kunst ... Chor ... Eurythmie ... Experimentelle Kunst ... Instrumentalmusik ... Plastizieren ... Schauspiel ... Bothmergymnastik ... Sprachgestaltung ... Kunstgeschichte ...
Sie werden die Welt und sich selbst danach vermutlich mit anderen Augen sehen!
Fragen zur Ausbildung Arbeitserziehung:
Rudolf-Steiner-Seminar
Michael-Hörauf-Weg 6
D-73087 Bad Boll
Tel: 07164 9402 -0 oder -11
Fax: 07164 9402 20
E-Mail: rudolf-steiner-seminar